Wie berichtet die F.A.Z. über Immobilien und Stadtentwicklung, Herr Murr?

Shownotes

Wie entsteht Immobilienjournalismus bei einer der renommiertesten Tageszeitungen Deutschlands? In dieser Folge spricht Stefan Bürger mit Günter Murr, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der seit 25 Jahren über Stadtplanung, Architektur und Immobilienwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet berichtet. Das Gespräch gibt einen seltenen Einblick in die Arbeit hinter der Berichterstattung: von der täglichen Flut an Pressemitteilungen über gewachsene Netzwerke bis hin zur Frage, wie unabhängiger Journalismus in einem Themenfeld gelingt, in dem wirtschaftliche Interessen, politische Entscheidungen und persönliche Betroffenheit eng miteinander verwoben sind.

Es geht um Seriosität und Vertrauen als journalistische Währung, um Objektivität und persönliche Haltung – und darum, wie viel Meinung im Journalismus erlaubt ist. Günter Murr erzählt, wie er zum Immobilienjournalismus gekommen ist, welche Rolle Immobilien und Wohnen in der FAZ spielen und warum gründliche Recherche mehr ist als das Abarbeiten eines überfüllten E-Mail-Postfachs.

Außerdem geht es um das Europaviertel in Frankfurt als vielschichtiges Beispiel für Stadtentwicklung: um Politik, Bauträger und Betroffene, um organisierte Gegner und eine oft schweigende Mehrheit von Wohnungssuchenden. Im Gespräch wird klar, wie schwierig es ist, die unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen – gerade wenn diejenigen, die dringend neuen Wohnraum brauchen, in öffentlichen Debatten häufig weniger laut auftreten als die Gegner neuer Baugebiete.

Zum Schluss geht es um die Zukunft der Kommunikation in der Stadtentwicklung: Wie können Wohnungswirtschaft, Projektentwickler und Politik verständlicher erklären, warum gebaut werden muss? Welche Rolle spielen Social Media, Visualisierungen und direkte Ansprache der Öffentlichkeit? Und was braucht es, damit aus Bauprojekten nicht nur Konflikte werden, sondern nachvollziehbare Geschichten über Wohnraum, Stadt und Zukunft?

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00:00:00: Ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer.

00:00:02: Ein herzliches Willkommen wieder mal zu dem Podcast Wohngefühl, den Podcast mit den Entscheidern und Machern in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft!

00:00:11: Und ich freue mich, dass ich heute Herrn Günther Moor bei mir habe, erst der Redakteur – ich würde sagen der jetzt mal kursiv geschrieben und fettgedruckt, der das Thema Immobiliewirtschaft im Rhein-Main-Gebiet bei der FAZ vertritt Eine, wie ich finde wirklich ganz renommierte publizistische Persönlichkeit.

00:00:29: Freu mich total dass Sie da sind Herr Mohr!

00:00:31: Vielen Dank für die Einlagen.

00:00:32: freue mich das ich hier sein darf.

00:00:34: Ja toll, dass ich mal wechseln darf und den journalistischen Teil übernehmen kann...

00:00:39: Für mich was Neues ja?

00:00:40: Ja

00:00:40: ist total spannend Ich gebe mein Bestes aber bin ja nur Hobby-Podcaster in Anführungsstrichen.

00:00:46: trotzdem Herr Mohr würde mich interessieren, wie Sie auf das Thema Immobilien-Schwerpunkt gekommen sind.

00:00:52: Sie waren ja bei der Stadt Frankfurt und haben einen bewegten Weg, also haben auch quasi Umwege im Journalismus genommen.

00:01:00: und jetzt ganz auf Immobilie und Wohnungswirtschaft.

00:01:03: Wie hat sich das ergeben?

00:01:05: Naja ich arbeite schon seit fünfundzwanzig Jahren als Journalist in Frankfurt.

00:01:08: Ich bin Jahr zweitausend nach Frankfurt gekommen bei einer hier in der regionalen Tageszeitung des Thema Stadtplanung, Architektur auch erstmal so nebenbei mitgemacht weil da ein Kollege ausgeschieden ist und dann habe ich aber Freude dran gefunden.

00:01:26: Weil ich finde dass das ein Thema ist was unser Leben so stark beeinflusst.

00:01:31: Weil Immobil wir leben alle in einer gebautem Umwelt und alles verändert sich und das ist etwas was was ich sehr spannend finde und da bin ich dabei geblieben.

00:01:42: Und jetzt bei der FAZ, das ist ja nun eine der führenden Zeitungen in Deutschland.

00:01:48: Hohes Renommee!

00:01:49: Wie stark – wenn Sie das sagen dürfen überhaupt – wie stark ist denn das Thema Immobilien und Wohnen in Ihrer Redaktion überhaupt betrachtet?

00:01:57: Also ist es eher eine Nebenrolle oder ist das bedeutsam?

00:01:59: Also wie guckt so ein FAZ als großes bundesweites Flaggschiff auf dieses Segment?

00:02:06: Das Thema Immobilien spielt bei uns schon eine große Rolle.

00:02:08: Wir haben ja auch eine starke überregionale Immobilianberichterstattung, wir haben einen wöchentlichen Immobiliental der immer Freitags erscheint und in der Sonntagszeitung ausführliche Immobilienberichterstattungen, die jetzt auch andere Kolleginnen und Kollegen verantworten.

00:02:26: Und ich blicke jetzt speziell auf das Thema Stadtplanung, Architektur, Immobilie hier in Frankfurt unter der Rhein-Main-Region.

00:02:34: Das ist für uns ein wichtiges Thema weil wie gesagt es etwas was was alle Menschen in irgendeiner Form betrifft.

00:02:42: Jeder suchte oder jeder hat eine Wohnung, oder sucht eine.

00:02:46: Jeder sieht das im Bürogebäude neben seinem Wohnhaus gebaut wird oder leer steht oder was auch immer.

00:02:53: Das ist etwas mit dem täglichen Leben der Menschen zu tun hat und es ist das klassische Thema einer Tageszeitung.

00:03:00: Wenn wir dort anfangen bei den aktuellen Themen da sind Bauprojekte unterwegs die auch von öffentlichem Interesse sind wie sehr Oder wie leicht fällt es Ihnen, diese Informationen zu gewinnen?

00:03:12: Ist das eher eine investigative Recherche oder kommt das von außen auf Sie zu?

00:03:17: Wie muss man sich das vorstellen.

00:03:19: Also tatsächlich ist die Immobilienbranche eine der Branchen, die sehr starke Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

00:03:27: Man hat es als Redakteur damit täglich mit ZIG-Emails befasst Unternehmen und Agenturen, die ihre Themen loswerden will.

00:03:38: Und da muss man schon mal sehr stark filtern.

00:03:40: das macht einen nicht ungeträchtlichen Teil meiner Arbeitszeit auszufiltern.

00:03:44: was ist denn relevant für unsere Leserinnen und Lesern?

00:03:47: Was kann ich gleich umgelesen löschen?

00:03:49: Ist ja interessant.

00:03:50: also sie werden eigentlich erstmal zu... Zugemailt in Anführungsstrichen mit Informationen müssen sich die Garnet selber großartig beschaffen.

00:03:58: Nein, das sind natürlich nicht immer die relevanten Informationen, die ungefähr kommen!

00:04:05: Wir haben als Tageszeitung ja auch ein Interesse und wollen ja auch die interessanten Informationen haben nicht unbedingt auf der Straße oder im E-Mail Postfach, sondern da muss man vielleicht mal auch mit dem ein oder anderen intensiveres Gespräch führen.

00:04:20: Da muss man dann vielleicht auch mal gucken dass man an Informationen rankommt die Jetzt nicht jeder so gerne Preis gibt, dann muss man sich gucken was gibt es denn da für Möglichkeiten und was gibt's denn dafür Quellenhaft die wir zurückgreifen können?

00:04:34: Das heißt das Projekt selber ist schnell identifiziert.

00:04:37: Das wird teilweise auch vom Akteur in die Publizität gehoben.

00:04:41: aber dann gilt es daraus dass relevante herauszufiltern und natürlich auch vielleicht die Schattenseite oder die Problemlage, das große Ganze mal ein bisschen neutraler formuliert zu entwickeln.

00:04:52: Ist also so eine Mischung von Recherche-und Information?

00:04:58: Ja gut, Recherchen sollte immer ja auch mit dem Ziel der Informationen erfolgen.

00:05:03: aber unser Anspruch ist es ja schon sozusagen über die reine... pure Nachrichten aus Hintergrundinformationen zu liefern.

00:05:11: und das glaube ich ist auch, was Leserinnen und Leser zurecht von einer Tageszeitung erwarten.

00:05:17: Dass man über die schnelle Nachricht hinaus auch nochmal Hintergründe liefert erklärt warum ist eine Entwicklung so?

00:05:24: Warum ist die Immobilienbranche jetzt gerade in der Situation wie sie ist?

00:05:29: Warum wird ein Projekt gebaut oder worum wird es vielleicht nicht gebaut?

00:05:32: Und das ist ja auch das Interessante weil sogenannte Nicht-Nachrichten, also zum Beispiel ein Grundstücklikt seit Jahren brach.

00:05:40: Da kommt natürlich von selbst keine Information sondern das muss man sich über Recherchen befassen.

00:05:44: was ist denn mit diesem aus diesem Projekt geworden und worum geht es nicht voran?

00:05:49: Geben Sie uns mal so ein bisschen Blick auf Ihren Schreibtisch, auf Ihre Werkzeugkammer.

00:05:55: Haben Sie da so eine Buchhaltung von Projekten, die Sie begleiten?

00:05:58: Wo man regelmäßig mal drauf guckt.

00:06:00: Und dann vielleicht die Quellen, die permanent auf einen eingemeld werden, den Halloeffekt haben Dann teilweise aber wahrscheinlich auch ein Netzwerk Von Menschen mit denen man im Kontakt ist wo man sich dann auch Informationen zusammen baut.

00:06:13: also sind das so drei Felder oder gibt's da viel mehr?

00:06:16: Ja das kann man das kann Man schon sagen dass es die die drei Felders sind.

00:06:21: Wobei ich sagen würde des netzwerk ist natürlich die Für Journalisten die wichtigste Quelle, also die meisten Informationen findet man oder die meisten interessanten Informationen findet aber nicht im E-Mail-Postfach.

00:06:34: Oder immer seltener vielleicht per Briefpost im Posteingang ja sondern die erfährt man indem man mit Menschen spricht.

00:06:42: und da gehe ich gerne viel auch auf Veranstaltungen und auf Netzwerktreffen und versuche diese Kontakte zu pflegen.

00:06:53: Wenn wir so in die Märkte reingucken, dann ist das ja, wie Sie haben es gerade gesagt, Architektur, Städtebau, disgewerbliche Bau und viel Office.

00:07:01: Wir sind grade im Frankfurter, da ist das auch ein großes Thema.

00:07:04: Wohnen, Eigenheime – Haben sie da eine gewisse Leidenschaft?

00:07:07: Also gibt es etwas, wo sagen würden, ah, das ist besonders spannend für mich?

00:07:11: Also was meine Leidenschaft schon ist, ich berichte am liebsten über schöne Projekte als gelungene Projekten, wo ich sage, dass jetzt Ein Projekt, das ist städtebaulich sinnvoll und es ist aber auch da hat sich der Architekt auch was Gutes einfallen lassen.

00:07:27: Und er hat auch den Bauherr mitgezogen.

00:07:30: Das ist etwas, was ich finde, was man... Ich berichte viel lieber über Positives als über Miss Lungenes.

00:07:37: Und das ist eigentlich etwas, dass ich gerne mache, wo ich dann sage, also da stelle ich auch gern mal einen Projekt raus weil da passt alles oder da passt vieles.

00:07:47: Du musst ja nicht immer hundert Prozent Perfektion anstreben, aber ich finde auch Projekte schön wo ich sage okay das ist jetzt wirklich eine Bereicherung für die Stadt.

00:07:58: Wenn wir so in diese Netzwerke mit reingucken dann hat es ja viel auch mit langjährigen Beziehungen zu tun oder?

00:08:06: Also ist das etwas was Sie bewusst pflegen.

00:08:08: also kommt man da im Grunde auch über diesen Vertrauensfaktor nur über Zeit rein.

00:08:14: Ja wahrscheinlich ist es schon so, wobei ich jetzt sagen muss Zeit vielleicht unter dem Gesichtspunkt dass man sich ja auch einen bestimmten Ruf erarbeitet und dann vielleicht Gesprächspartner bekommt die man als Berufsanfänger vielleicht nicht bekommen würde.

00:08:35: Und insofern ist Erfahrung in der Branche schon ein wichtiger Faktor.

00:08:44: Ich glaube auch, dass es so eine dauerhafte Aufgabe ist sich eine gewisse Seriosität zu erarbeiten oder den Ruf der Serioskeit.

00:08:57: Weil wenn man weiß also okay in der FAZ wird hier seriös berichtet und das hat alles Hand und Fuß dann bekommt man auch andere Gesprächspartner.

00:09:14: Lassen Sie uns an der Stelle tiefer bohren.

00:09:16: Das ist ein ganz, glaube ich, guter Gedankengang denn Seriosität heißt ja Ich muss aus dieser Informationsflühe die mir angetragen wird Die richtigen Ergebnisse Schlüsse Einschätzungen ziehen und das halte ich für außerordentlich schwierig weil natürlich Der Bauträger ist der beste bauträgern mit dem tollsten produkt der grundstücks- und planer is der mit der schönsten architektur.

00:09:41: also Wir sind ja da immer in superlativem unterwegs.

00:09:44: Die Politik lässt sich dafür feiern, dass sie was geschaffen oder gefördert hat.

00:09:48: Wie findet dieser Prozess bei Ihnen statt?

00:09:51: In der Redaktion oder bei Ihnen persönlich daraus eine angemessene klare durchsichtige Erkenntnis nachher aus Papier zu bringen?

00:10:01: Ich glaube das Entscheidende ist, dass man zum einen mit den Themen und dem Projekten befasst sich auch tatsächlich anguckt, was ist denn das Ziel dabei?

00:10:13: Was ist der Anspruch und das dann aber auch gegenüberstellt mit dem, mit der Realität.

00:10:19: Nimm mal als Beispiel wir sitzen ja mit der FAZ seit einigen Jahren im Europafürtel.

00:10:25: ich gucke sozusagen aus meinem Bürofenster auf eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Frankfurts der letzten Jahrzehnte.

00:10:34: Das ist ein Rekt, was durchaus umstritten Und so sehe ich das auch.

00:10:41: Es gibt dort gelungene Gebiete, und es gibt auch sehr misslungene Ecken in diesem Viertel.

00:10:50: Um da jetzt ein vollständiges Bild zu bekommen versuchen wir einerseits zum Beispiel mit Bewohnern dort zu sprechen Wie kommt es an, aber auch mit den Planern?

00:11:02: Was haben Sie sich denn dabei gedacht?

00:11:04: und sind dann diese Ideen die aus dieser Planung entwickelt worden sind.

00:11:08: Wie finden sie sich in der gebauten Realität wieder?

00:11:12: Und ich glaube sozusagen diese unterschiedlichen Perspektiven, die geben dann insgesamt ein stimmiges Bild.

00:11:20: Trotzdem ist es ja glaube ich schwierig damit Wie soll ich sagen, so einer Objektivität?

00:11:29: Man hat ja sehr schnell auch gerade wenn es Architektur ist beispielsweise eine eigene Empfindung.

00:11:34: Man findet Sachen gelungen und ganz toll.

00:11:36: Verbiegen Sie sich dann und erzwingen sie sich die Objektive oder lassen Sie Ihre persönlichen Einschätzung aber einfach mal freien Lauf.

00:11:45: Also Objektivity sollte immer ein Anspruch sein... Aber natürlich auch hundertprozentige Objektivität kann es nicht geben, weil wir können uns als Journalisten trotz einer Bemühung zu einem höchstmaßen Professionalitäten natürlich nicht von unseren eigenen persönlichen Empfindungen loslösen.

00:12:10: Und wenn ich jetzt ein Gebäude sehe, wo ich jetzt als Mensch, als Beobachter, als Bürger sage schrecklich furchtbar misslungen.

00:12:25: Dann gehe ich natürlich schon mit einer gewissen Haltung dran, aber trotzdem gehört es dann auch zur Professionalität, dann mit dem Bauhörn zu sprechen den zu Wort zu kommen lassen.

00:12:32: warum hat er das so gebaut?

00:12:33: Mit dem Architekten zu sprechen was sind die Gestaltungsideen der hinterstehen?

00:12:39: und nur so kommt man zu einem Mindestmaß an Objektivität aber wenn man natürlich etwas schrecklig findet wird man auch jemandem suchen oder auch jemanden fragen, der das auch schrecklich findet.

00:12:54: Also deswegen habe ich hohen Respekt vor ihrer Professionalität denn ich hätte zu viel Meinung und so viel Haltung die man dann permanent quasi gegenspiegeln

00:13:04: müsste.

00:13:05: Ich möchte unser Gespräch gerne weiterentwickeln auf die einzelnen Stakeholder, mit denen Sie zu tun haben.

00:13:10: Weil ich glaube das es für unsere Zuhörer total interessant ist so ein Blick da reinzubekommen wie sie diese Unterschiedlichkeit der Akteure wahrnehmen.

00:13:18: und wenn man mit der Politik anfangen ist das ja ganz großer Informationsgebergestalter, der wenn's um Immobilie wohnen und das ganze Thema Architektur geht – Wie erleben Sie?

00:13:34: diese Richtung.

00:13:36: Ist das eine, die in den letzten Jahren sich verändert hat?

00:13:38: Also ist weniger Aufmerksamkeit auf dem Thema Immobilien mehr drauf?

00:13:42: Ist das Ganze vielleicht auch politisch immer verbunden mit den jeweiligen Paradigmen, die die Partei oder der Akteur mithat?

00:13:50: Wie erleben Sie die Reflexion der Politik auf die Immobilianwelt?

00:13:56: Das Thema Immobilen und vor allem Wohnimmobilien haben nach meiner Erfahrung schon immer eine große Rolle für die Politik gespielt, weil das Thema Wohnen betrifft jeden.

00:14:08: Jeder braucht eine Wohnung und insofern ist es natürlich gerade jetzt hier einer wachsenden Stadt wie Frankfurt was letzten Jahrzehnten um hunderttausend Einwohner gewachsen ist.

00:14:20: Natürlich ein enormes Thema, weil es damit ja auch ein gewisse Wohnungsknappheit einhergeht Eine erhebliche Mietensteigerung.

00:14:29: Insofern ist es ein politisch sehr stark beachtetes Thema, der Umgang hat sich vielleicht insofern dann mit dem Thema politisch verändert?

00:14:39: Ich glaube das die Neigung Lösungen oder Problemlösungen in stärkerer Regulierung zu suchen zugenommen hat in den letzten Jahren.

00:14:49: also ich hier angefangen habe da lag der Fokus eher noch darauf keiner wollte Wohnungen bauen und man hat eher versucht sozusagen auch durch Anreize oder ja überhaupt Investoren zu finden, die Wohnungen bauen.

00:15:04: Es hat sich im Laufe der Jahrzehnte dann etwas verändert weil in der Liedrigzinsphase war nicht das nicht die Frage dass gebaut wird da gab es genügend die bauen wollten sondern da wollte hatte man dank glaube ich eher gesagt.

00:15:20: also Wir müssen sozusagen hier mehr regulieren, dass anders gebaut wird.

00:15:28: mehr sozialer Wohnungsraum entsteht, dass die Investoren auch sich stärker an der sozialen Infrastruktur beteiligen.

00:15:36: Das ist vielleicht so der politische Wandel der letzten Jahrzehnte.

00:15:39: Hat

00:15:39: sich was in der Form der Kommunikation verändert?

00:15:41: Also geht die Politik stärker auf sie zu als Medium oder auch als Person?

00:15:48: Geht das zurück hat sich haben vielleicht doch die Social Media Kommunikationswege irgendeine Auswirkungen in der Zusammenarbeit mit Politik im Journalismus

00:15:59: Nicht direkt, aber insofern indirekt.

00:16:02: Weil Social Media natürlich den Politikern eigene Kommunikationswege ermöglicht und das gucken wir uns vor zwanzig Jahren an als es noch nicht gab.

00:16:18: für einen Politiker waren die klassischen Medien also Zeitung, Radio, v.a.

00:16:26: im Lokalen wenn man auf die Landesebene geht, dann auch noch Fernsehen.

00:16:30: Da waren natürlich damals einzigen Möglichkeiten ihre Botschaften überhaupt zu verbreiten.

00:16:35: jetzt können sie ungefiltert über Social Media selbst kommunizieren.

00:16:41: das wird auch zunehmend gemacht was natürlich beliebt ist weil ich kann eine Botschaft dann völlig ungefilt hat

00:16:50: genau

00:16:51: an die Bürgerinnen und Bürgern bringen einer kritischen Nachfrage von Journalisten stellen.

00:17:01: Bequem, ne?

00:17:02: Ja das ist natürlich bequem und ich weiß nicht ob das für die öffentliche Kommunikation so gut ist, natürlich jedem umbenommen Das zu tun, ich habe das auch selbst gemacht.

00:17:13: Sie hatten es vorhin kurz erwähnt.

00:17:15: Ich war mal ein paar Jahre als Pressereferent bei der Stadt Frankfurt tätig und habe einen Social-Media-Kanal aufgebaut

00:17:23: mit genau dem Ziel wahrscheinlich, umgefiltert Informationen absetzen zu können.

00:17:28: Ja aber ich nehme jetzt einmal diese andere Perspektive ein.

00:17:32: Es ermöglicht natürlich dann Themen zu vermitteln die für Tageszeitungen ja gar nicht interessant sind.

00:17:40: Wir haben ja auch zum einen nur begrenzte Kapazitäten und auch ja ein begrenzten Aufmerksamkeitshorizont unserer Leserinnen und Leser.

00:17:49: Also nicht jeder interessiert sich jetzt für jedes Detail, was vielleicht in einer Kommune dann wichtig ist und dann sollen die Kommunen das ruhig machen.

00:17:58: es darf halt nicht so weit gehen und da gibt's auch klare Grenzen, was auch die Gerichte ziehen.

00:18:05: eine Kommune, eine öffentliche Verwaltung darf jetzt keine presseähnliche Berichterstattung selbst erzeugen und sozusagen den privatwirtschaftlichen Medien da auch irgendwie Konkurrenz machen.

00:18:18: Aber müssen Sie jetzt dann auch als Redakteur die Social-Media Kanäle der wesentlichen politischen Akteure in Ihrem Bereich beobachten?

00:18:29: Um da Informationen rauszuziehen?

00:18:31: ist das so ein Teil?

00:18:33: Na ja, ich sag mal wir haben zum Glück zu den politischen Akteuren nach wie vor einen direkten Draht und da ist es jetzt gar nicht so relevant.

00:18:45: Aber man sollte's natürlich im Auge behalten weil... Ich bin aber jetzt auch kein Freund davon sozusagen alle aufgeregtheiten die Social Media mit sich bringen in die Zeitung zu bringen weil das.. ich glaube wir brauchen da auch ein bisschen bisschen Distanz und haben auch den Anspruch, die Dinge vielleicht mal mit etwas mehr Distanz zu betrachten.

00:19:10: Also die Frage oder das was wir gerade besprechen ist natürlich auch deswegen so hoch interessant weil wir ja einen Präsidenten haben nämlich von der USA, der über sein sogar noch eigenes soziales Netzwerk ja die Welt informiert Und man sich wirklich fragt, wo bleibt jetzt noch die journalistische Korrektur ist der falsche Begriff?

00:19:29: Sagen wir Qualitätssicherung.

00:19:31: Vielleicht ist das der richtige Begriff und so wie Sie es gerade beschreiben, ist das zumindestens mal in unserem lokalen oder in unserem regionalen Bereich noch alle so bodenständig dass das direkt der direkte Austausch mit den politischen Akteuren da ist und man dann natürlich auch den eigentlichen journalistischen Weg gehen kann.

00:19:48: Nämlich in Rede gegen Rede, Nachfrage, tiefe Gewinninformation zu vernetzen, Zusammenhänge aufzubauen alles was notwendig ist um so eine ganzheitliche Position eines Entscheiders in der Politik wahrnehmen zu können das zusammenzubekommen.

00:20:04: Ja zum Glück muss man sagen hat sich das ja in Deutschland.

00:20:09: diese Kommunik hat es sich nicht verbreitet, relevante Botschaften über Social Media zu verbreiten.

00:20:19: Also da wird man dort jetzt ja sage ich mal PR-Botschaften von Politikern finden die jetzt um einmal in unserer Branche zu bleiben ein Bürgermeister berichtet vom Spartenstich bei dem er dabei war oder sowas in die Richtung, sowas wird man vielleicht finden.

00:20:39: aber es hat sich zum Glück nicht durchgesetzt, dass darüber auch relevante Botschaften verbreitet werden.

00:20:46: Also irgendein Akteur verkündet wird jetzt ein neues Baugebiet ausweisen oder sowas.

00:20:53: Das erfolgt nicht über Social Media und da bin ich auch ganz beruhigt das es da sozusagen auch noch die Möglichkeit gibt dann wenn solche Themen anstehen da auch journalistische Nachfragen zu stellen.

00:21:05: Sind wir also nicht in dem USA gefährdeten Gebiet?

00:21:09: Na ja, ob wir da nicht gefährdet sind, das weile ich nicht.

00:21:14: Aber

00:21:14: wir sind noch nicht angelangt oder?

00:21:18: Nächste Gruppe, wo mich interessieren würde wie Sie in Ihrer Zusammenarbeit es auch einschätzen – die Bauträger, Bauherren und Projektentwickler.

00:21:31: beschreibe ich fast so ein bisschen die eigene Position.

00:21:32: Wir sind natürlich immer total stolz, dass was gelungen ist finden die Immobilie großartig in ihrer architektonischen Gestalt den Zeitpunkt hundertprozentig richtig und sämtliche wirtschaftlichen Ratendaten natürlich bombastisch gut.

00:21:46: So ist es!

00:21:47: Und das landet jetzt bei Ihnen an.

00:21:49: wie gehen Sie mit dieser mit dieser Stakeholdergruppe, die auch ganz nah bei Ihnen ist.

00:21:54: Mit umgewöhnt man sich so ein bisschen an die Großspurigkeit und dampft das immer gleich richtig ein.

00:21:59: oder macht es vielleicht auch Spaß?

00:22:02: Ich sage mal also das reale Fundament von mancher Botschaft raus zu kristallisieren.

00:22:06: Geben Sie uns mal einen Blick in Ihr Herz an dieser Stelle!

00:22:08: Ja klar natürlich da haben sie schon richtig erfasst.

00:22:12: Also man muss natürlich immer in Rechnung stellen dass ein Bauherr, ein Projektentwickler ganz eigene Interessen hat.

00:22:20: Und natürlich will er sein Projekt im guten Licht darstellen lassen und preis es entsprechend an, da gehört dann sozusagen auch jetzt zu einer kritischen journalistischen Betrachtung drauf.

00:22:31: also ja gut müssen wir mal so ein paar Prozent hier abziehen und das ist vielleicht nicht alles so doll.

00:22:38: Also was ich schon an größten und modernsten und innovativsten Projekte gesehen habe, wo ich dann bei genauer Betrachtung sehe, naja, das bauen andere auch so, also es ist jetzt eigentlich nichts so besonderes.

00:22:51: Und das muss man dann schon in Rechnungen stellen und da hilft natürlich ein bisschen Erfahrung.

00:22:56: wenn man schon ein paar Projektes kennt, dann weiß man halt dass jetzt eins als herausragend gepriesen worden ist, vielleicht nur Mittelmaß.

00:23:04: Aber natürlich müssen wir es dann auch sehen, dass das natürlich ein bestimmtes Interesse ist.

00:23:11: Aber unser Interesse is'n anderes!

00:23:12: Wir wollen unsere Leser über alle Aspekte informieren und wenn sozusagen jetzt... Erst mal um die Information geht, dann muss man halt einfach mal ein bisschen sprachlich etwas abrösten und auch versuchen.

00:23:26: Einfach mal den nüchternen Informationen zu können.

00:23:29: Da ist ein Projekt geplant und so unsere Wohnung also auf die nüchternen Zahlen nach reduzieren hilft meistens.

00:23:36: Also, können Sie da so ein paar Kuriositäten erzählen?

00:23:40: Ich kann mir vorstellen.

00:23:41: Da kommen im Zweifel vielleicht auch große Nachbauten von tollen Gebäuden die in goldklänzendem Schoko-Design ihnen zugeschickt werden um aufmerksam zu machen.

00:23:51: Gibt es sowas?

00:23:52: Momentan gibt's was gerade sehr beliebt ist.

00:23:58: Es wird ja grade alles begrünt, was gebaut wird.

00:24:01: Wir bauen ja keine Beton oder Ziegelgebäude, sondern grüne Gebäude.

00:24:10: Die Visualisierungstechniken sind sehr weitgehend und ich kenne so ein Gebäud mit einer Dachterrasse und mit allen als halben Wald darstellen... Und jetzt weiß man allerdings natürlich, das wird in der Realität nicht so aussehen.

00:24:29: Weil zum einen kann ich wenn ein Gebäude fertig ist...

00:24:33: Kriegen wir gar nicht so viele Bäume

00:24:36: runter und die können auch.

00:24:37: meistens kann die Statik eines Geburtes auch gar nicht zu viel.

00:24:41: Erde, die man da bräuchte tragen.

00:24:43: Also das ist dann vielleicht alles ein bisschen übertrieben.

00:24:45: und dann was an der Fassade hoch klettert.

00:24:47: Das geht dann vielleicht auch wieder ein.

00:24:49: also man weiß dann schon dass er das sieht in der Realität dann wahrscheinlich eher ein bisschen anders aus.

00:24:54: Ja verrückt!

00:24:56: Auf deiner Seite man kann es so ein bisschen verstehen.

00:24:57: jetzt versuche ich auf den Projektentwickler- und Bauträger zu rekurrieren.

00:25:03: Natürlich arbeitet man jahrelang meistens mit großem Vorlauf und wir sind ja auch in Umfeldern, die wirklich viel Intention und Können brauchen um so ein Ergebnis zu erzeugen.

00:25:13: auf diesen Punkt hinzu sagen jetzt habe ich mein Projekt dabei Und jetzt möchte ich auch, dass die Welt es mal wertschätzt.

00:25:19: Wie lange ich daran gearbeitet habe?

00:25:20: Alles nachvollziehbar ist.

00:25:21: vielleicht auch ein Grund weswegen so manches Bauprojekt ja auch den abenteuerlichsten Namen bekommt.

00:25:26: Das sind dann weiß ich die Gatorlaubenhöfe und das war dann nichts anderes woher als irgendein Gewerberestand der umgebaut wurde.

00:25:36: also sind wir knedig mit der Stakeholder Gruppe und Wandern zu der dritten, wo mich interessieren würde wie sie damit umgehen was sie dafür Erfahrung haben Entweder direkt oder indirekt Betroffenen, also die Nachbarn, die das Problem sehen.

00:25:50: Oder die NGO, die sich dafür einsetzt, dass jetzt nicht weiter nachverdichtet wird?

00:25:56: Das Thema, weiß ich vielleicht Vertreter aus dem sozialen oder aus dem alten Leben.

00:26:02: Die Bedenken haben also das Projekt letzten Endes Aus der wirklich problematischen Seite sehen und häufig ist es ja so dass die sehr laut und sehr busy Und auch sehr argumentations stark agieren und die Presse Ja mit aller Gewalt.

00:26:16: häufig so empfinde Ich dass auch auf ihre seite ziehen wollen ein bisschen nach dem Motto hey wir sind die schwachen und eigentlich muss die presse sich da auf die seite des eher schwächeren Stellen.

00:26:26: Ist das eine Gruppe von Personen, die sie adressiert?

00:26:30: Und wenn ja wie gehen Sie damit um?

00:26:32: Ja es ist schon so richtig.

00:26:34: also wie Sie sagen man versucht uns für ein Anliegen zu gewinnen aber nicht unsere Aufgabe einen Anliege zu vertreten sondern unser Aufgabe eine Diskussion abzubilden.

00:26:47: und da diese Diskussionen werden häufig sehr ungleich geführt weil wer gut organisiert sind diejenigen, die gegen ein Baugebiet zum Beispiel sind.

00:26:58: Das sind die Anwohner, die Nachbarn aus bestimmten Gründen sind nicht dagegen.

00:27:02: Das ist auch alles nachvollziehbar und haben ihre Interessen.

00:27:07: Wer aber nicht vertreten ist, sind diejenigen, die in Interesse dran hätten dort wo gebaut werden soll vielleicht eine Wohnung zu beziehen?

00:27:15: Weil sie zum Beispiel gar nicht in der Gemeinde wohnen weil Sie ja noch gar nicht wissen können ob sie da mal hin ziehen würden.

00:27:21: Wenn das mal in paar Jahren da eine Wohnung entsteht.

00:27:23: oder Kann ich mich jetzt nicht heute hier auf eine Demonstration stellen und sagen, aber ich will dass es Baugebiet kommt weil ich da vielleicht mal wohnen werde.

00:27:33: Das ist eher unwahrscheinlich.

00:27:34: beziehungsweise.

00:27:35: Ich habe das einmal erlebt als es in Frankfurt um ein Baugebiet ging.

00:27:41: Da war ein Familienvater, ein junger Familienväter.

00:27:43: Der sagt also ja seine Familie wächst und so ne?

00:27:46: Und er würde eigentlich schon gern auch in Frankfurt wohnen bleiben.

00:27:51: aber es ist schwierig mit einem Wohnung im passender Größe zu finden und er würde sehr dafür plädieren dass dieses Baugebiet kommt.

00:27:59: Das war eine öffentliche Ausschusssitzung und ich habe ihn dann auch zitiert in unserer Berichterstattlung und dann rief er am nächsten Tag an und meinte dann nicht seinen Namen aus dem Internet entfernen könnte, weil er sei so, wer das so angefeindet.

00:28:14: Weil es sich für dieses Baugebiet eingesetzt hat und das finde ich dann traurig und das zeigt halt auch unsere Diskussionskultur.

00:28:23: also diese Stimmen kommen zum einen viel zu wenig zur Wort und wenn sie zur Wort kommen werden Sie angefeindet und das ist eigentlich schade.

00:28:34: Ich habe das, was Sie gerade beschreiben, häufig auch schon in Debatten zitiert.

00:28:39: Wenn all die, die eine Wohnung suchen würden, in Frankfurt organisiert wären, in einer Gewerkschaft oder in irgendeiner Organisation und zu einer Demo ginge dann wäre Frankfurt für einen Tag blockiert Weil wir reden hier über Tausende von Menschen, die halt in ihrer Unsichtbarkeit häufig wenn es um die einzelnen Projekte und die einzelne Problemlagen gehen stimmenlos bleiben.

00:29:00: Und nicht bedacht werden schlicht weil die Organisation der hinter fehlt ihnen eine Stimme zu geben.

00:29:08: Themenwechsel auf die letzte Ebene, die mir wichtig ist.

00:29:12: Wenn ich mit einem journalistischen Schwergewicht reden darf, dann möchte ich natürlich eine Problemlage diskutieren, die uns häufig in der Wohnungswirtschaft begegnet und vielen von unseren Zuhörern auch schon begegnete.

00:29:24: Das ist die alte schwer behinderte Frau auf der zwölften Etage bei dem kaputten Aufzug.

00:29:31: also Die Geschichten passieren im Leben eines Gebäudes eines Quartiers und eines Wohngebiets, die dann ganz schnell ... Weil sie so emotional sind.

00:29:44: Weil Sie eine intrinsische Tragik haben.

00:29:46: Und weil sie an so vielen Stellen bedauernswert sind.

00:29:49: Dann aber ganz schnell auch zu einem Fünbspalter auf dreißig Zentimeter mit Foto generiert werden.

00:29:56: Also häufig erlebe ich.

00:29:58: Vielleicht sehen Sie es anders.

00:29:59: Deswegen für mich ganz interessante Überlegungen in unserem Gespräch.

00:30:04: dass Wohnungswirtschaft auch gerne gebäscht wird.

00:30:08: Weil es ist natürlich das große anonyme Unternehmen, was den großen Wohnungsbestand mit dem sie so viel Geld verdient, so behandelt, dass am Ende Menschen dann den Aufzug nicht nutzen können.

00:30:18: oder nehmen Sie, was sie wollen die Heizung ausfällt und zwei Tage kein warmes Wasser da ist.

00:30:23: Das ist ein Reflex, den sehen die in Deutschland Land auf und ab.

00:30:28: Ist Eine Art des Journalismus, an dem wir uns einfach gewöhnen müssen?

00:30:33: Oder würden Sie sagen ja gut das ist halt ein Teil der Wahrheit und Bericht ist Bericht.

00:30:37: Und wenn er stimmt dann stimmt er!

00:30:39: Ich weiß gar nicht ob es ein neues Phänomen ist.

00:30:41: also ich glaube dass hat's in der Form schon immer gegeben weil sie wie Sie sagen das sind emotionale Geschichten und Journalismus funktioniert auch über Emotionalisierung reine Nachrichten vermitteln würden, hätten wir nicht so viele Leser.

00:30:58: Das muss man auch sagen und insofern gibt es auch ein Interesse daran, auch Geschichten zu erzählen die dir auch nicht nur den Verstand sondern auch das Herz ansprechen und ich habe nichts dagegen sowas zu machen.

00:31:14: aber ich hätte den Anspruch zu sagen wenn wir so eine Geschichte machen dann musst du ja auch einen über den Einzelfall hinaus gehende Bedeutung haben.

00:31:27: Wenn ich jetzt, um bei diesem Aufzup-Beispiel zu haben bleiben ... wenn das jetzt ein Einzelfall ist dann ist es ärgerlich und es ist dann aber wahrscheinlich eine Geschichte, wenn sich rausstellt okay der Eigentümer der Vermieter reagiert nicht.

00:31:49: und so was.

00:31:49: diese Fälle gibt's ja auch.

00:31:51: Das kann eine Geschichte sein oder man kann darin eine Problematik erklären.

00:31:56: Zum Beispiel, dass man Gebäude aus den Sechzigerjahren halt einen Instandhaltungsrückstand haben und wenn da der Aufzug ausfällt gibt es keine Ersatzteile mehr oder sowas.

00:32:07: Man kann diese Problematiken dann auch erzählen anhand dieses Einzelfalls.

00:32:13: Dann halte ich glaube ich hat... Da haben auch solche Geschichten durchaus ihre Berechtigung weil sie ja auch ein Problem erklären und auch Schildern das.

00:32:25: Das hat durchaus auch Relevanz jetzt über den Einzelfall hinaus.

00:32:29: Das wäre mein Anspruch, ich weiß dass es in der Berichterstattung nicht immer so der Fall ist.

00:32:34: Ich habe auch schon Berichte gelesen wo ich dann sage naja diese Probleme möchte ich ja auch gerne haben verstehe ich jetzt nicht warum man das ausbreiten muss.

00:32:47: aber gut da tickt auch jede Redaktion anders.

00:32:50: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:32:52: Jede Redaktion tickt anders und jedes Wohnungsunternehmen, jeder Bauträger, jedes Immobilienhaus tickt ein Stück weit anders.

00:33:00: Was uns verbindet, ist uns beide persönlich, dass wir mit großer Leidenschaft unsere Aufgaben vollziehen.

00:33:06: Von daher danke für die Leidenschaft, die Sie in den immobilienwirtschaftlichen Journalismus hier im Südhessischen und natürlich auch darüber hinaus mit reinbringen.

00:33:15: War ein tolles Gespräch!

00:33:16: Vielleicht hören wir uns, wenn irgendwann ein besonderes journalistisches Thema wieder durch Deutschland zieht, wieder und bewerten das zusammen.

00:33:23: Ich würde mich freuen aber jetzt erst mal Danke für Ihren Besuch bei uns.

00:33:26: Sehr gerne hat mir Spaß gemacht.

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