Wie gestaltet man eine internationale Architekturkarriere, Herr Sobek?

Shownotes

Prof. Werner Sobek, ein führender Architekt und Bauingenieur Deutschlands, spricht in dieser Folge von WohnGefühl mit Host Stefan Bürger über seinen beeindruckenden Werdegang und seine vielseitigen Rollen in der Lehre, im Unternehmertum und in der Politikberatung. Diese Episode ist besonders für diejenigen interessant, die sich für die Schnittstellen zwischen Architektur, Ingenieurkunst und globalen Geschäftspraktiken interessieren.

Wieso Sobek weltweit als Berater für politische und architektonische Fragen gefragt ist Weshalb er besonderen Wert auf eine Sozialgemeinschaft innerhalb seines Unternehmens legt Wie er es geschafft hat, seine Firma auf über 450 Mitarbeiter in 14 Ländern zu erweitern Warum Projekte in den Bereichen Militär, Tierversuche und Gefängnisse für ihn tabu sind

Sobek erzählt von seiner Reise, die ihn von einer One-Man-Company zu einem internationalen Netz von 14 Büros mit über 450 Angestellten führte. Er betont, dass es in seinem Unternehmen nicht nur um Profit geht, sondern um die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Dank dieser Philosophie konnte sein Büro wirtschaftliche Schwächephasen überstehen und ist nun weltweit tätig, mit einem Projektvolumen von bis zu 8 Milliarden Dollar.

Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Wichtigkeit von Vertrauen und Eleganz im Geschäftsgebaren. Sobek berichtet von kulturellen Unterschieden in der Architekturbranche, etwa dem besonderen Vertrauensverhältnis in Japan, und nennt Beispiele für die elegante Haltung, die er von seinen Mitarbeitern erwartet. Diese Prinzipien haben ihm geholfen, anspruchsvolle Projekte wie die größte Glasfassade der Welt in Zürich zu realisieren.

Zum Abschluss spricht er darüber, wie ein Bauwerk die ‚dritte Haut‘ des Menschen bildet und deshalb von der Persönlichkeit des Bauherrn beeinflusst sein sollte. Diese Episode gibt nicht nur wertvolle Einblicke in die Welt der Architektur und Ingenieurkunst, sondern zeigt auch, wie man mit einem klaren Wertekurs in einer globalisierten Welt erfolgreich ist.

Wo ziehen Sie die Grenze, welche Aufträge Ihr Unternehmen ablehnt? Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar bei Spotify und abonnieren Sie WohnGefühl, damit keine Ausgabe verloren geht.

Transkript anzeigen

00:00:11: Willkommen zu Wohngefühl, dem wöchentlichen Podcast von und für die Macher in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft.

00:00:18: Erhalten Sie exklusive Einblicke in Mindset & Know How von den Experten aus der Branche!

00:00:24: So

00:00:24: liebe Zuhörerinnen und Zuhöhre, heute haben wir eine ganz

00:00:28: besondere

00:00:28: Person bei uns.

00:00:29: Bei mir ist Werner Subeck.

00:00:31: Und Werner is nicht nur Architekt- und Bauingenieur, er war auch Professor und gleichzeitig ist er Gründermittinhaber und Aufsichtsrat der WernerSubeck AG.

00:00:41: Also sie sind ein Mann der Lehre der Forschung und des Denkens und gleichzeitig ein

00:00:46: Mann des Unternehmertums

00:00:47: und des Machens auf der gesamten Welt irgendwo mehr oder minder auch baulich unterwegs.

00:00:53: Herzlich willkommen

00:00:54: in Sobeik!

00:00:54: Gerne, willkommen.

00:00:55: Ja danke.

00:00:56: Ja toll dass Sie da sind.

00:00:57: große Ehre sie gehören zu den großen Architekten Seutern.

00:01:00: ich glaube das übertreibe ich nicht.

00:01:02: und von der Seite hier habe ich natürlich einen ganzen Katalog

00:01:06: an

00:01:06: Fragen und an Themen die vor mir liegen.

00:01:10: Das erste Thema ist ganz einfach Sind sie mehr Unternehmer?

00:01:13: Mehr Architekt oder mehr Lehmender?

00:01:16: Das Lehrende habe ich jetzt aufgegeben mit meiner Emeritierung, sprich Parsonierung als Professor.

00:01:21: Das mache ich nur noch relativ wenig.

00:01:23: Ich hab noch mehrere Doktoranden aber das ist zeitlich überschaubar und auch das Unternehmertum habe ich reduziert.

00:01:29: Ich habe ja vor drei und dreißig Jahren ein Büro gegründet also eine One-Man Company.

00:01:34: die sind jetzt heute vierhundertfünfzig in der ganzen Welt verteilt wo wir unterschiedlichste Projekte machen aber nahezu alles Hochbauprojekte nicht militärisch übrigens.

00:01:45: Und was ich jetzt mache, ist Politikberatung.

00:01:51: Also kostenlos habe ich eine ganze Reihe von Politikern denen nicht mit meinem Wissen Hilfe die Dinge besser zu verstehen damit sie als Repräsentanten der Bevölkerung auch bessere

00:02:02: Entscheidungen treffen können.

00:02:04: Dann habe ich ja einen Faktor völlig vergessen, jetzt

00:02:07: auch noch Berater.

00:02:08: Wo schlägt denn Ihr Herz am meisten?

00:02:10: Also man hat sowas, wo man sagt das fällt mir leicht.

00:02:12: bei dem anderen muss ich mich hier anstrengen.

00:02:14: wie ist es bei Ihnen?

00:02:15: Mein

00:02:15: Herz liegt in der Erforschung der Zusammenhänge.

00:02:17: also ich will wissenseitig ein kleines Kind bin wie die Welt funktioniert auf der technisch-wissenschaftlichen Wie auf der sozial oder philosophischen Ebene.

00:02:27: Ich will diese zusammenhänge beerkennen nicht beherrschen, aber kennen und natürlich sind sie unendlich kompliziert und vielfältig.

00:02:35: Aber wenn man sich Mühe gibt dann kann man im Laufe eines Lebens schon zu vielen Erkenntnissen gelangen.

00:02:41: Und das wiederum ist warum viele Leute mich nachfragen und sagen können Sie mich nicht persönlich beraten?

00:02:47: Ein Ministerpräsident ein Bundestagsabgeordneter?

00:02:50: weil sie haben die Kompetenz über ihre ursprüngliche Disziplin, Architektur und Bauingenieurwesen hinauszureden.

00:02:59: Das ist ja das, worauf es ankommt.

00:03:02: Wenn wir so Stichworte nehmen – gerade haben wir darüber diskutiert – über Erderwärmung und deren Folgen, dann muss man eben auch die Ursachen verstehen.

00:03:11: Und die Ursache ist nicht nur was weiß ich mir müssten energieeffizient sein, was völlig Unvog ist sondern die Ursuche ist dass wir emissionseffizienz sein müssen.

00:03:21: Aber wo emitieren wir denn, wie viel?

00:03:24: Und dann wird immer die erhörstliche Heizung ins Feld geführt.

00:03:27: Man schimpft auf die Betonproduktion.

00:03:29: Meine Lieben das ist alles richtig aber eben nicht ganz richtig!

00:03:33: Das ist total interessant und wir gehen nachher noch auch gerade auf diese speziellen Themen mit ein.

00:03:39: Trotzdem möchte ich erstmal auf ihr auf ihre Unternehmen gucken, denn über vierhundert Menschen zu haben die sich mit Hochbau beschäftigen das ist ja auch eine riesen soziale Verantwortung und sie gucken ja auf ihr Unternehmen nicht einfach nur mit Profit- und Rentabilitätsgedanken sondern Sie haben ein breites Mindset.

00:03:56: Erklären Sie uns mal kurz wie Sie auf Ihr Unternehmen

00:03:59: schauen?

00:04:00: Also unser Unternehmen war immer schon eine Sozialgemeinschaft und im Auf und Ab der Märkte haben natürlich viele unserer, früher durfte man sagen Konkurrenten.

00:04:10: Heute muss man sagen Marktbegleiter.

00:04:13: also man kann ja auch sich dem Schwachsinn nähern als das sage ich mal Marktbeleiter.

00:04:18: die haben dann in der Belegschaft angepasst.

00:04:21: wir haben es nicht gemacht.

00:04:23: Wir haben gesagt in einer Sozialgemeinschaft hat jeder eine Berechtigung Auch wenn die Zeiten schlecht sind und dann haben wir eben von den Rücklagen die schwierigen Zeiten überbrückt.

00:04:34: Ich habe aber auch bald erkannt, nachdem ich da auch sehr viel privates Geld eingeschossen habe um das Team zusammenzuhalten dass wir durch Internationalisierung regionale und nationale Marktschwächen kompensieren können.

00:04:48: weil irgendwo auf der Welt ist immer irgendwo Action und es hat dann dazu geführt, dass wir heute vierzehn Büros haben rund um die Welt und irgendwo ist gerade immer der Markt am Aufsteigen und woanders ist er am Absteigen.

00:05:01: Und was man jetzt eben schaffen muss, ist dass die Menschen in diesen vierzehn Büros alle miteinander sprechen.

00:05:07: Dass sie sich kennen und wertschätzen, dass sie wissen, was der andere tut... ...und so kann man dann die Arbeit von links nach rechts schieben gerade da wo bedarf es.

00:05:17: Also

00:05:17: viele Beine unter den Tisch geschraubt damit er stabil steht aber... Die Dialog der Wahrheit heißt ja auch ich hab Mitarbeiter die sind die performen nicht Die sind nicht kompatibel, sie sind nicht bereit die Wertschätzung mitzubringen.

00:05:32: Wie weit geht die Sozialgemeinschaft wenn es auch darum geht auf eine Person einwirken oder sich sogar von ihr trennen zu

00:05:39: müssen?

00:05:40: Mit denen sprechen wir dann und ich sehe das dann noch ein.

00:05:43: Okay!

00:05:44: Ja okay aber haben einen ganz klaren Anspruch.

00:05:47: Wir tun gewisse Dinge nicht wie beispielsweise Gebäude für Tierversuche militärische Gebäudegefängnisse und solche Sachen definitiv ausgeschlossen.

00:05:58: Wir sind wahrscheinlich das einzig Planungsbüro der westlichen Welt, dass eine Bekleidungsordnung

00:06:02: hat.

00:06:02: Oh!

00:06:03: Ja?

00:06:04: Wir legen extrem viel Wert auf den Umgang miteinander und natürlich auch mit anderen weil der Umgang mit anderen ist ja auch unsere Visitenkarte genauso wie die Kleidung.

00:06:15: also stellen sie sich vor wir machen Projekte.

00:06:18: des teuerste war acht Milliarden Dollar das heißt der Bauherr gibt Ihnen einen unglaublichen Vertrauensvorschloss.

00:06:27: Sollte Sie überlegen, wenn wir das Stichwort Bekleidungsordnung aus der Kiste holen?

00:06:32: Wollen Sie vorher sagen was die Bekleidyungsordnung ist?

00:06:34: Also blaue Anzug, weißes Hemd

00:06:36: und... Nein nicht so streng!

00:06:38: Nicht so stregen.

00:06:38: aber beispielsweise keine kurzen Hosen, keine Piratenhosen, keinen Sandalen und solche Sachen oder bei den Damen eben Schultern bedeckt und keine T-Shirts mit aufdruckend sondern in gedeckten Farben weiß, grau, schwarz und solche.

00:06:53: Also es führt zu einer eleganten Erscheinung.

00:06:57: Aber schauen Sie, mein erster Bauherr war der modische

00:07:00: Verkasharell

00:07:02: und das war eines der Weltrekordbauwerke die wir gemacht haben obwohl's mir auf Weltrekorde nicht ankommt.

00:07:08: Und dann hatte ich die Planung die ich zu verantworten hatte fertig um.

00:07:11: die Stahlbaufirma hat alles produziert und ich war in Nimmer in Südfrankreich.

00:07:16: da wurde das Gebäude errichtet und dann soll ich sofort zum Bürgermeister kommen.

00:07:20: Kacharelte war auch Bürgemeister Und dann sagt die Sekretärin, da ist Krach ohne Ende.

00:07:25: Das habe ich schon durch die Dicke Tür gehört und jetzt war der Stahlbauunternehmer da.

00:07:30: Ein großer Mann, eins von neunzig breite Schultern, doppelt so groß für mich, hat herumgeschrien wie dumm... ...und hat also den Kasscherellen im Modeschöpfe und Bürgermeister erklärt, dass das was dieser dumme Subjekt dargeplant hat dass es überhaupt nicht funktioniert und seine Ingenieure würden ihm sagen, bereits bei der Montage stürzt das ein.

00:07:46: Und er würde hier mit alle Verantwortung zurückziehen und würde seine Mannschaft abziehen und die Sache sein.

00:07:51: Er

00:07:51: hat dann ganz schnell erklärt.

00:07:53: Ja ich war fix und fertig!

00:07:54: Ich meine, ich war ein junger Mann, das war mein erstes Bauwerk... ...und dann sagt der Caschabelle zu ihm du bist jetzt erstmal ruhig, dann war zehn Sekunden Ruhe, dann guckt er mich an und sagt funktioniert's oder nicht?

00:08:06: Wie gesagt, es

00:08:06: funktioniert.".

00:08:08: Und steht heute

00:08:08: noch.

00:08:09: Dann guckt der Unternehmer ein und sagt, du gehst jetzt raus und machst das?

00:08:13: Ich will nix mehr

00:08:13: haben!

00:08:15: Das hat er auch getan?

00:08:16: Ja,

00:08:16: dann ein Vierteljahr später nachdem alles fertig war und so habe ich mich von der Baustelle verabschiedet.

00:08:20: Es war alles erledigt.

00:08:22: Da sage ich zu Kasia Rell aber warum haben sie damals diese Entscheidung getroffen?

00:08:26: Er sagte, weil ich dich ganz genau beobachtet habe.

00:08:29: Ich hab ja auch meinen politischen Erfolg an dieses Bauwerk geknüpft.

00:08:34: Mir war vollkommen klar, du bist top seriös dir kann nicht glauben und vertrauen.

00:08:39: Das ist der Wert, um den es geht.

00:08:41: Und er hat auch eine äußere Erscheinung.

00:08:44: Stellen Sie mal vor, sie steigen morgens in ein Flugzeug der Lufthansa an und da begrüßt sich der Kapitän am Eingang und er hat kurze Hosen an und eine Baseballmütze nach hinten geflippt und siebzehn Goldringe in der Nase und drei Tattoos auf der Backe.

00:08:58: Dann ist die Frage wie wohl fühlen Sie sich wenn er sie durchs Gewitter steuert?

00:09:03: Vielleicht denken Sie... sind es andere Zeiten und heute laufen alle Flugkapitäne so herum.

00:09:09: Ich habe die Erfahrung gemacht bei den vielen, vielen schwierigen Gebäuden, die wir stehen ja für eine Avogad im Baubesen – wir können ja nicht mit einem regulären Bürohaus konkurrieren.

00:09:19: Das ist nicht unser Thema!

00:09:21: Dass es immer darauf ankommt dass der Bauer ihnen bedingungslos in ihrer Kompetenz und in ihrer Rechtschaffenheit vertraut Und das hat was mit dem Auftritt

00:09:31: zu tun.

00:09:32: Ist es gleichzeitig auch so ein bisschen eine Mitarbeiter, wie soll ich sagen?

00:09:37: Also man kriegt ja schnell mit, wie jemand darauf reagiert und wenn er sich dort scheut, hat mir auch einen Eindruck, passt überhaupt in diese Sozialgefüge mit rein?

00:09:45: Dann kommt

00:09:46: er vielleicht gar nicht rein.

00:09:47: Ja genau!

00:09:47: Also

00:09:47: früher mussten sie bei einer Bewerbung, wann sie in die engere Wahl kommen.

00:09:51: wir nehmen ungefähr einen von hundert, einem von zweihundert Bewerbern.

00:09:56: Wenn sie zum Gespräch eingeladen wurden, mussten Sie eine handschriftliches Dokumente abgeben, eine die nach vierseitenlang warum sie sich bei uns bewerben.

00:10:04: An dem Handschriftlichen können Sie ziemlich viel erkennen.

00:10:06: Teilweise richtet es noch nach Zigarettenrauch teilweise stinkt das übelst und allein dass ist schon ein Indikator.

00:10:13: dann die nächste Frage ist Zeugnisse hin oder her ja?

00:10:18: Das kann gut oder schlecht sein.

00:10:19: Es kommt darauf an.

00:10:21: Haben Sie in Ihrem Leben schon mal etwas gemacht was außerhalb das Streamlines ist.

00:10:26: Also sie haben zwölf Semestern studiert oder zehn oder acht, weiß ich Regelstudienzeit beste Noten alles schnell.

00:10:33: Aber haben Sie schon mal etwas gemacht?

00:10:35: Wie beispielsweise eine totkranke Menschen gepflegt Oder blinde Betreut?

00:10:41: oder morgens beim Kindergarten den Zebra Streifen die Kinder darüber gewunken?

00:10:45: Verkehrslotze sagt man Haben Sie so etwas schonmal gemacht?

00:10:49: und wenn da einer gar nichts aufzubieten hat dann ist er bei uns auch nicht richtig.

00:10:53: Sehr, sehr interessant.

00:10:55: Jetzt haben Sie natürlich auch unterschiedlichste Nationalitäten und da würde ich gerne hingehen.

00:10:59: Sie arbeiten auf unterschiedlichen Kontinenten in unterschiedlichen Sprachen mit unterschiedlichen Kulturellen.

00:11:05: Und dann rede ich nicht nur über Architektur sondern auch im Umgang miteinander.

00:11:12: In welcher Kultur fühlen sie sich am wohlsten?

00:11:15: Ist das die europäische weil wir nun mal Europäer sind?

00:11:18: oder würden sagen es ist eher eine asiatische Krise sind ja auch in Dubai unterwegs, also mehr so in den arabischen Bereichen?

00:11:27: Ich möchte die Antwort vielleicht zwei

00:11:28: teilen.

00:11:29: Am wohlsten fühle ich mich wahrscheinlich in meiner auch intellektuellen Heimat als Europa.

00:11:36: Ich sage immer, ich bin ein Deutschlandgeborener Europäer obwohl ich bei der heutigen europäischen Regierung nicht mehr so richtig stolz darauf bin, Europäern zu sein.

00:11:46: stolzes endobioser Begriff.

00:11:48: Aber früher fühlte ich mich dort beheimatet und repräsentiert, heute fühle ich mich da beheimated aber nicht mehr repräsentiert.

00:11:55: Es ist ein anderes Thema.

00:11:57: Aber die Genesis eines Menschen als er von den Geschichten dir als kleines Kind von der Oma vor gelesen bekommt bis zu Homer und seine Ilias und Goethe und Schiller... Ich habe Schillergedichte auswendig gekonnt weil unglaubliche Sprachfähigkeit eines Friedrichschilder so bewundert habe.

00:12:20: Das ist das eine, dass es da wo ich herkomme.

00:12:23: Aber etwas was das Wichtigste in meinem Leben war neben der Tatsache, dass ich fünf akademische Lehrer von Weltrang hatte, dass Ich mit Bauherren aus aller Herren Länder über lange Zeiträume zu tun

00:12:38: hatte Auch wieder Vertrauensdingen.

00:12:40: Also bei ihnen geht ganz viel am Ende wieder auf diese Vertrauensebene.

00:12:44: Wenn Sie in Vladivostok ein Hochhaus bauen oder in Ekaterinburg habe ich das höchste Haus Sibirians geplant und es wurde da natürlich auch gebaut, also über zweihundert Meter hoch für die Management, Leute einer Titan- und Goldmine usw.

00:13:01: Das sind dann Prozesse, wo sie mit den Bauherren reden und diskutieren.

00:13:04: Dann ist man nicht einer Meinung, da muss man sich aber wieder finden.

00:13:07: Und dann geht es bergauf weil alles läuft toll oder dann gehts bergab, weil die Baupreise steigen und die Baufirma nicht mehr im Zeitplan ist.

00:13:16: Wir müssen das gemeinsam durchleben und wir müssen fair miteinander umgehen, sonst nehmen wir beide Schaden du der Bauherrn und ich der Planer.

00:13:24: Das ist mein Agreement von Anfang

00:13:26: an.

00:13:29: Es geht

00:13:29: besser, weil die Leute vertrauen sich.

00:13:32: Ich sag hier hast du nur meine Bauherren und meine Frau haben meine Händenummer.

00:13:37: Da kannst du mich anrufen wenn immer du willst.

00:13:39: Die haben dann teilweise noch zum eins angerufen und gesagt ich kann nicht mehr schlafen, ich krieg die Panik.

00:13:43: Dann hab' ich gesagt sleep well, ich mach das für dich, ich bin morgen da.

00:13:48: Aber was wichtig ist Nimm sie dabei Am Ende.

00:13:52: nach zwei drei Jahren hatte einer meiner wichtigen Bauherrn mich zu sich nach Hause eingeladen.

00:13:58: Frau unverschleiert, Töchter unverscheiert.

00:14:00: Der älteste Sohn schwer geistig behindert was für einen Mann in Arabien wenn der erste geborene Geistig total behindert ist ein Riesenproblem ist.

00:14:13: nein er durfte neben mir sitzen also der Ehrengast Werner ich war der einzige und dann sitzt er so da und dann sitze wer da.

00:14:21: das bedeutet auf einmal fangen die Leute an mit ihnen vertraulich zu sprechen und sagen, wie ist das denn in Deutschland?

00:14:28: Und wie ist es mit Angela Merkel.

00:14:29: Wie war das mit Adolf Hitler?

00:14:31: Im Übrigen sind wir der Meinung, dass was, was ich Stalin ganz anders zu interpretieren ist als manche das so sagen.

00:14:37: Und im Übrigens sind wir da Meinung, das.

00:14:40: Das muss man jetzt nicht immer teilen weil man ist ein Gast.

00:14:44: Als Gast hat man gewissere Regeln des Anstandes zu befolgen aber man hört die Position anderer.

00:14:51: wenn man sich dann Und das war eine Regel, die hat mir meine Großmutter mitgegeben.

00:14:55: Wenn man sich in die Position des Anderen hineinversetzt bevor man selbst etwas sagt dann gewinnt man... Das kommt jetzt nicht von meiner Großmuter sondern von einem Schweizer Chemiker.

00:15:07: Die Dimension der Tiefe.

00:15:09: Sie brauchen zwei Augen um die Dimension Der Räumlichen Tiefe zu erkennen.

00:15:14: Sie brauchen Zwei Ohren Um die Bewegung einer Schallquelle wahrnehmen zu können Und sie brauchen mindestens zwei politische, philosophische oder wie auch immer Positionen um einen dritten Sachverhalt überhaupt bewerten zu können.

00:15:31: Lassen

00:15:31: Sie uns an der Stelle mal tiefer gehen.

00:15:34: Wir sind eingeflogen über Architektur und über ein Unternehmen.

00:15:37: also wir sind so mit betriebswirtschaftlichen harten Themen angekommen und nach zehn Minuten die wir gerade miteinander reden sind wir in einer philosophischen

00:15:46: Betrachtung

00:15:46: gelandet.

00:15:47: was hat sie zudem gemacht Was sie jetzt gerade hier uns

00:15:52: zurufen,

00:15:53: also wie Sie auf Bauherrnenschaft gucken.

00:15:56: Wie Sie auf Kommunikationsgucken was so Ihr Wertkurs

00:15:59: ist?

00:16:00: Waren das... Sie sprachen gerade davon, es hatten sehr berühmte und sehr bekannte Ausbilder.

00:16:06: natürlich da parteizipiert man aber wo kommt das her?

00:16:10: aus dem Elternhaus.

00:16:12: Also die Wertschätzung des anderen als eines Menschen von gleicher Bürde Zitat von Homer, aber so in dieser Form hat es auch meine Großmutter und meine Mutter gesagt.

00:16:24: Sie können auch sagen das ist die Basis der christlichen Soziallehre.

00:16:29: Ich habe es heute vormittag in einer Diskussion zu sagen Das ist die Grundlage des Gesellschaftsverständnisses im alten Reich Ägyptens Auch im Mittleren und dem Neueren.

00:16:39: Dort nannte man das Maat Und das heißt nichts anderes als Oberste Regel Handle du für die anderen und die anderen werden für dich handeln.

00:16:48: Stellen Sie sich mal vor, was das ein tolles Ding ist!

00:16:52: Und wir haben das in unserer heutigen Gesellschaft ja in großen Teilen verloren weil wir eben sagen, Kapitalismus ist Wettbewerb jeder gegen jeden.

00:17:00: und jetzt kann man natürlich sagen der Wett bewerben ist sportlich.

00:17:03: meine Lebenserfahrung ist nicht sportlich sondern verdrängen, belügen hintergehen, austricksen und was es sonst noch für üble Begriffe gibt.

00:17:14: Und ich habe gesagt wenn ich Avogart mache Umsätze im architektonischen Sinn technische Sachen umsetze die es vorher noch nie gegeben hat gestalterische Aspekte hineinbringe oder Aspechte wie den nicht visuellen Architektur also die Architektor der Gerüche des Echoes innerhalb eines Raumes der Wärmestrahlung innerhalb eines Raumes und all diese Dinge, dann kann ich mich nicht mit diesen hässlichen Dingen auseinandersetzen.

00:17:43: Die muss sich irgendwie abschalten.

00:17:45: Und dieses Abschalten macht man am besten, indem man a priori eine Vertrauensbasis mit den anderen schafft und sagt also diese Späßchen gibt es bei mir nicht.

00:17:57: Wenn du sie gerne anwenden wolltest, bin ich eben nicht ein Architekt oder dein Ingenieur.

00:18:04: Ihre Mutter?

00:18:05: Großmutter gab es Ausbilder, Professoren, Menschen die sie begleitet haben

00:18:12: auf ihren Weg

00:18:14: von denen Sie sagen würden.

00:18:15: Die haben auch an Weggabelungen mich in eine gewisse Richtung entwickelt?

00:18:19: Das waren einfache Menschen.

00:18:22: Wir hatten keinen akademischen Hintergrund.

00:18:24: aber schauen Sie um ein Wertesystem zu vermitteln mit dem Sie zusammen mit vielen tausend anderen Menschen durch die Welt gehen können und zwar friedfertig Und äußerst zufrieden, da brauchen sie keinen Akademiker.

00:18:42: Heute haben wir gehört von einem Herrn, den ich jetzt nicht sonderlich toll fand, dass die deutschen Gesetze in Sommer dreißig oder vierzigtausend Seiten lang sind.

00:18:52: Okay!

00:18:53: Von ein paar tausend Jahren gab es einen der hat dir auf zwei Steintafeln gemeißelt und im Grunde genommen waren Sie die gottverehrenden Gesetzen der Zehn wegstreichen, dann ist es eine Leitlinie wie eine große Gesellschaft oder auch eine kleine friedfertig zusammenleben kann.

00:19:12: Nämlich du sollst den anderen nicht übertöpeln.

00:19:15: Das könnte man so sagen.

00:19:17: Das ist plötzlich Begehren deines Anderen Fraus eines Geldes und was weiß ich.

00:19:22: also verhalte dich doch einfach so jetzt um Kant mal zu zitieren Wie du willst dass der andere sich dir gegenüber verhält?

00:19:30: Und das kann man vereinbaren.

00:19:32: Hier in unserer Kultur muss man das immer wieder vereinbaren, auch vielleicht manchmal in einem lockeren Spruch.

00:19:40: In anderen Kulturen wie Japan ist es sehr interessant.

00:19:44: Da ist das Lebenshaltung.

00:19:47: Ich habe geplant einen der größten Flughäfen der Welt, der Architekt bei Helm und Jan.

00:19:52: Wir haben das komplette Engineering gemacht.

00:19:55: Die größte Glasfassade der Welt – tausend Meter lang, vierzig Meter hoch!

00:19:59: Sensational.

00:20:00: Acht Komma fünf Milliarden Schweizer Frankenbausame, zwei große japanische Baufirme.

00:20:06: Eröffnung Jedoch klopft jedem auf die Schulter man trägt Japanen.

00:20:09: es gibt üblichen Inhaltsleeren reden.

00:20:12: dann verabschiede ich mich vom CEO der Baufirma und sag Und jetzt habe ich gerade in Deutschland die Erfahrung gemacht dass sechs acht Wochen nachdem ein Japaner getrunken hat von irgendeiner Anwaltskanzlei irgendeine Klage kommt.

00:20:26: Wann kommt von euch die Klage?

00:20:28: Dann sagt er, das gibt es bei uns nicht.

00:20:30: Er war völlig entsetzt und sagt, dass es widerspricht unserer Kultur.

00:20:34: bevor wir euch in dieses Projekt genommen haben, d.h.

00:20:38: bevor wir das Projekt... Das ist vor allem ein Geheimnis.

00:20:41: ...übergenommen haben.

00:20:43: Da haben wir geschaut, wer ist der Werner Sobek?

00:20:46: Und da haben wir mit euch geredet.

00:20:47: Sie können sich erinnern oder du kannst dich erinneren und dann haben wir gemerkt diesem Mann beschließen wir jetzt, dass wir

00:20:54: ihm vertrauen.

00:20:55: Das ist eine tolle Haltung, also ein Grunde von vornherein.

00:21:02: Sie haben vor siebzehn Monaten einen Plan um sieben Stunden zu spät geliefert und deshalb konnten achtzehn Handwerker die Nägel nicht rein hauen und deshalb wollen wir jetzt zehn tausend Euro.

00:21:11: Das ist doch schäbig bis niederträchtig!

00:21:15: Stellt sich mal die Eleganz vor dieser Leute, die sagen nein.

00:21:19: Warum denn?

00:21:20: Wir haben euch vertraut wir sind ein Team!

00:21:22: Also wir haben so zwei Punkte das Thema Vertrauen und das begleitet uns für eine Stunde rund.

00:21:27: der zweite Begriff Eleganz.

00:21:28: von der Kleidung angefangen von der Sprache bis hin zur Elegance im Verhalten.

00:21:33: Der Eleganzen man kann es fast sagen in der Haltung.

00:21:37: also eine elegante Haltung zu haben die einen nach vorn bringt sehr spannend.

00:21:40: wir müssen jetzt die Kurve kriegen ins Bauen.

00:21:44: Wenn Sie gerade gesagt haben, Sie haben das höchste Hochhaus in Sibirien gebaut.

00:21:48: Da kann man sich fragen da ist ja nur wirklich viel Fläche warum musst du da in die Höhe gehen?

00:21:52: Das hat auch was mit Reputation zu tun.

00:21:54: also eine Immobilie is ja ein Sein.

00:21:57: dass damit will ich mich darstellen wie mich groß machen.

00:21:59: es war schon immer so früher.

00:22:00: die Fassaden im Fachwerk wurden besonders aufgepumpt nach vorne und hinten war's das billige weil mein Eindruck machen wird Wie weit matcht sich das Mit ihrem Weltbild, auch mit ihrer Sicht auf Gesellschaft

00:22:14: und Ungarn

00:22:14: miteinander.

00:22:15: Wenn ein Bauherr auf der anderen Seite sagt mach mich groß!

00:22:19: Ich will repräsentieren!

00:22:22: Wissen Sie, wer auf welche Spannung

00:22:24: ich hinausgehende?

00:22:25: Ja, wir steigen dann nicht drauf ein.

00:22:29: wenn wir das höchste Haus Sibirians machen ist es vielleicht das Höchste.

00:22:33: Das heißt noch lange nicht dass es das teuerste ist aber es ist vielleicht dasjenige wo man sagen Das ist ja total super.

00:22:40: Du kannst über das Ural auch hundert Kilometer bei tollem Wetter gucken und du da oben wohnst, weil der Sobek hat eine geschosshohe Verglasung mit einem Sibirn gebaut und es ist energetisch eben trotzdem völlig okay und entspricht den deutschen Energieeinsparrichtlinien, weil er weiß halt wie das geht!

00:22:59: Und dann hat das Haus eben alle Dinge die man gerne hat, wenn man im mittleren gehobenen Management zu einer Mine arbeitet mit Frau und Kindern nämlich Kindergarten und Kita und dieses an jenes teilweise Serviced Apartments für die Alleinstehenden, die viel herumfliegen müssen.

00:23:16: Und es ist eben nahe zur Firma und zur Innenstadt und dann ist das auch okay.

00:23:22: also was ich ja nicht mache ist dass sich goldene Google in die Eingangslobby hänge wo man schon von Anfang an weiß.

00:23:28: ok hier ist offensichtlich die Rendite Unanständig hoch.

00:23:32: Das

00:23:32: machen wir nicht, ne?

00:23:34: Aber groß oder hoch als solches... Schauen Sie die Mehrkosten, wenn sie ein Hochhaus bauen und betreiben bis zu zweihundert-zweihundertfünfzig Meter Höhe, das sind nicht so eklatant.

00:23:47: Was ich so sympathisch finde an Ihrer Position ist dass Sie nicht ideologisch belehrend auftreten also mit der Haltung, mit dem Grund, mit der Grundlage, die Sie beschrieben haben aber trotzdem akzeptierend was der Bauherr vielleicht mit der Immobilie, die sie ihm schaffen verbindet.

00:24:05: Ist das sehe ich das richtig?

00:24:08: Dass Sie auch dieses Auf-Augenhöhe mit den Bauherren in seiner Art wie er auf den architektonischen Auftrag, den ihr gibt umgehen?

00:24:16: Aber schauen Sie im Architekturstudium gibt es ja immer die Sprüche zum ersten Semestern des Gebäudes, dem dritten Hau des Menschen und des zweiteste Bekleidungen.

00:24:25: Die erste ist fest mit ihm verklebt.

00:24:27: okay da denkt man sich Ja klar

00:24:30: habe ich verstanden,

00:24:31: aber wenn das die dritte Haut ist dann ist es ein Custom Tailored.

00:24:35: Er ist ja nicht ein Prädaporität dass vielleicht nicht passt sondern es ist Custom Tailor.

00:24:42: Das heißt ich muss auf den Menschen eingehen und ich muss mit ihm reden, ich muss eine Vorlieben erfinden und wenn er die Absurd findet dann kann ich sie ihm vielleicht auch ausreden.

00:24:50: aber ich werde ihn absolut nicht verbiegen oder ich sage wenn ich dich nicht verbiegen kann, dann verbiege ich mich selber auch nicht.

00:24:55: Da muss man halt eine andere Architekt

00:24:57: suchen.".

00:24:58: Das ist aber relativ schnell herausgefunden und häufig ist es ja so dass in diesem Diskurs was willst du?

00:25:06: Wie viel Geld kannst du ausgeben wieviel willst du, wie viel Profit willst du machen?

00:25:11: Dann nähert man sich aneinander.

00:25:13: Es war ein außerordentlich interessantes Gespräch und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer hiermit verabschieden wir uns.

00:25:19: Das war Werner Subeck.

00:25:20: zu sagen, er ist Architekt und visionär reicht nicht aus.

00:25:24: Im Umkehrschluss zu sagen was sie alles sind dafür reicht die Zeit nicht aus!

00:25:27: War toll dass Sie hier waren.

00:25:28: Danke schön.

00:25:29: Dank wird

00:25:39: das Gespräch.

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